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Jugendliche nicht verlieren

Sparkasse Hildesheim Goslar Peine spendet für HaLT-Projekt der Suchthilfe

Rund 50 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren werden mittlerweile pro Jahr wegen einer Alkoholvergiftung in Hildesheim stationär in einem Krankenhaus behandelt. Um diesen Kindern und Jugendlichen als auch deren Eltern zu helfen, bietet die Suchthilfe Hildesheim das Präventionsprojekt "HaLT - Hart am LimiT" in Kooperation mit den beiden Krankenhäusern St. Bernward und Helios an. Jetzt unterstützt die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine das Projekt mit 2500 Euro.

Der Vorstands-Vorsitzende der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, Jürgen Twardzik, informiert sich bei Projektkoordinatorin Christiane Aßmann und dem Leiter der Suchthilfe, Andreas Iloff, über das HaLT-Projekt. Foto: Pohlmann/Caritas
Jürgen Twardzik (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse) im Gespräch über HaLT mit Christiane Aßmann und Andreas Iloff.

Der Sparkasse ist die Förderung von Kindern und Jugendlichen wichtig: „Wir müssen positive Entwicklungsvoraussetzungen schaffen, damit wir die jungen Menschen nicht auf Dauer verlieren“, betont Jürgen Twardzik. Wer sich früh an Alkohol gewöhne, komme davon auch später nur schwer wieder weg. Darum sei das HaLT-Projekt eine gute Sache, erläutert der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine. Das Geld stammt aus der Lotterie Sparen+Gewinnen, mit deren Reinertrag die Sparkasse gemeinnützige und kulturelle Projekte unterstützt.

Im Rahmen des HaLT-Projektes wird Jugendlichen, die nach einem Alkoholexzess mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus aufgenommen wurden, und ihren Familien eine qualifizierte Beratung angeboten. „Es muss eine zeitnahe Kontaktaufnahme erfolgen, bevor die Familie wieder zum Alltag übergeht. Direkt im Anschluss ist noch eine Offenheit vorhanden“, berichtet Projektkoordinatorin Christiane Aßmann. Die Beratungsgespräche sollen dazu dienen, die Situation aufzuarbeiten und so einem weiteren riskanten Alkoholkonsum vorzubeugen.

Gute Erfahrungen hat die Suchthilfe in den vergangenen Jahren damit gemacht, die Jugendlichen noch im Krankenhaus aufzusuchen und diese Gespräche mit ihnen und auch ihren Eltern zu führen. „Das Projekt konnten wir mit den regelmäßigen Wochenendbereitschaften leider so nicht fortsetzen“, erläutert Andreas Iloff, Leiter der Suchthilfe Hildesheim. Für das Projekt gibt es aber weiterhin vorgesehene Zeiten sowie eine extra HaLT-Sprechstunde. In den Krankenhäusern St. Bernward und Helios informieren jetzt die Ärzte die betroffenen Jugendlichen über das Beratungsangebot und stellen den Kontakt zwischen Familie und Suchthilfe her. „Ein solches Gespräch kann die Familiensituation entlasten und soll Hilfestellung und Orientierung geben“, wirbt Iloff. Denn: „Die gesundheitlichen Gefahren eines solchen Alkoholexzesses sind den meisten Jugendlichen und auch deren Eltern nicht klar“, ergänzt Aßmann. Darum soll das Projekt auch über den jeweiligen Einzelfall hinaus durch Projekte an Schulen ein Bewusstsein für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol schaffen.