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Endgültiges Aus für Energiesparhilfe

Projekt „Stromspar-Check“ wird zum 31. März eingestellt.

2733 Haushalte haben die Mitarbeiter des Stromspar-Checks in den vergangenen neun Jahren besucht. Gemeinsam mit den Bewohnern haben sie dabei deren Umgang mit Energie unter die Lupe genommen – und zu Einsparungen verholfen. Doch damit ist es jetzt vorbei. Das Projekt endet endgültig zum 31. März.

„Es ist schade und bedauerlich, dass ein sinnvolles Projekt nicht weitergeführt werden kann“, sagt Jürgen Hess. Als Leiter des Geschäftsbereichs Sozialarbeit des Caritasverbandes weiß er sehr genau, dass nicht nur viele Klienten aus der allgemeinen Lebens- und Sozialberatung sowie der Schuldnerberatung Beratungsbedarf beim Umgang mit Energie haben. „Wir bräuchten es eigentlich dringender denn je“, so Hess. Doch leider lasse sich das Projekt nicht mehr finanzieren, nachdem die bundesweite Koordinierungsstelle des Stromspar-Checks keine weiteren finanziellen Hilfen für Hildesheim mehr zur Verfügung stellt.

In den ersten Jahren wurde das Projekt neben Mitteln des Bundesumweltministeriums vor allem durch das Jobcenter gefördert. Langzeitarbeitslose wurden dabei geschult und haben die Stromspar-Checks in den Haushalten durchgeführt. Für etliche der eingesetzten Helfer war diese meist halbjährliche Tätigkeit der Wiedereinstieg in das Arbeitsleben.

2016 stand das Projekt bereits einmal vor dem Aus, als das Jobcenter aufgrund einer Neuausrichtung die Förderung gestrichen hat. Mit zwei festen Mitarbeitern konnte die Beratung aufgrund einer erhöhten Finanzierung durch die bundesweite Koordinierungsstelle des Stromspar-Checks sowie der finanziellen Unterstützung der Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine, der Johannishof-Stiftung, der EVI-Energieversorgung Hildesheim und der Gemeinnützigen Baugesellschaft Hildesheim (gbg) zunächst fortgesetzt werden. Jetzt jedoch stehen für das Projekt „Stromspar-Check“ auf Bundesebene weniger Mittel zur Verfügung, so dass einige Standorte nicht weiter gefördert werden. Getroffen hat es auch Hildesheim und so können keine weiteren Stromspar-Checks mehr durchgeführt werden.