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„Schulden? Nein danke“

Präventionsprojekt in Schulen macht auf Gefahren aufmerksam

Schulden sind schneller gemacht, als vor allem Kinder und Jugendliche oft denken. Hier setzt das Präventionsprojekt „Schulden? Nein danke“ in Schulen und Bildungseinrichtungen an.

„Schülern ist meist nicht bewusst, dass man immer dann Schulden macht, wenn man sich Geld ausleiht“, sagt Mechthild Jackwerth. Die Sozialpädagogin erlebt bei Schülern oft großes Erstaunen. Dabei gleiche das Verhalten von Kindern, die immer wieder mit ihrem Taschengeld nicht auskommen und wieder einen Vorschuss der Eltern benötigen, demjenigen von Konsumschuldnern in der Schuldnerberatung. „Wer dieses Verhalten früh erlernt, wird später immer den Dispokredit nutzen. Dies bedeutet den Einstieg in die Verschuldung“, betont Jackwerth.

Mit den Präventionskursen in Schulen macht sie auf die Gefahren eines solchen Verhaltens aufmerksam. Nach wie vor wäre es wünschenswert, wenn diese Prävention in Schulen einen festen Platz im Lehrplan erhalten würde: „Obwohl über die Schuldnerberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände dieses Thema immer wieder in die Politik transportiert wird, sind wir leider noch weit entfernt davon“, bedauert Jackwerth.

Dabei erfährt sie in den Gesprächen mit Lehrerinnen und Lehrern immer wieder, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Schule und Beratungsstelle ist. „Der Erfahrungsschatz aus der Beratungsarbeit verhilft der Prävention zu einer Lebendigkeit“. Beispiel Schufa-Eintrag: Das dieser zu Problemen bei der Anmietung einer Wohnung führt, ist oft nicht bekannt, macht aber die Tragweite deutlich.   

Dank der finanziellen Unterstützung durch Stiftungen konnten in den letzten zehn Jahren 160 Veranstaltungen mit 3123 Schülern und Eltern in Stadt und Landkreis Hildesheim durchführt werden. Sie wurden in Berufseinstiegsklassen (Hauswirtschaft, Holz, Gesundheit) der Walter-Gropius-Schule, den Vorbereitungsklassen zum Hauptschulabschluss der Volkshochschule Hildesheim, sowie Realschulen, Gymnasien und in der Elisabeth-von-Rantzau-Schule durchgeführt. Die sehr unterschiedlichen Altersstufen (16 – 40 Jahre alt) machen dabei eine sehr individuelle Präventionsveranstaltung erforderlich.

Interessenten können Kontakt aufnehmen per E-Mail mechthild.jackwerth@caritas-hildesheim.de oder telefonisch über das Sekretariat Sozialarbeit des Caritasverbandes: 0 51 21 - 16 77 238.